Die TT-Freunde des SV Kibo machten sich am 11. Juni 2026 auf den Weg nach Sellrain in Tirol. Mit der Visionshütte bezog die Gruppe eine Unterkunft, die wie geschaffen für gemeinsame Tage in den Bergen war. Großzügige Räume, gemütliche Aufenthaltsmöglichkeiten sowie Sauna und Whirlpool boten beste Voraussetzungen, um nach Unternehmungen zur Ruhe zu kommen.
Nach der problemlosen Anreise wurden gegen 16 Uhr die Zimmer bezogen. Der erste Abend stand ganz im Zeichen des Ankommens. Gemeinsam bereitete man unter Aufsicht und Anleitung des Chefkochs und des Grillmeisters das Abendessen vor. Mit Grillsteaks, Würstchen, Salatteller und kühlen Getränken, klang der Tag in geselliger Runde aus.
Am zweiten Tag zog es die Gruppe ins benachbarte Stubaital. Nach einer halben Stunde Fahrt erreichten die TT-Freunde den „Wilde Wasser Weg“, einen eindrucksvollen Themen – und Wanderweg, der seinem Namen alle Ehre macht: Schon nach kurzer Zeit bestimmten rauschende Gebirgsbäche, tosende Wasserfälle und die markante alpine Landschaft das Bild. Der Aufstieg zur Sulzenaualm (1847 m) verlangte den Wanderern einiges ab; einsetzender Regen machte die Strecke zusätzlich anspruchsvoll. Besonders beeindruckend präsentierte sich der Grawa-Wasserfall. Mit gewaltiger Kraft stürzte das Wasser in die Tiefe und hinterließ bei allen einen nachhaltigen Eindruck. Unterwegs zeigte sich immer wieder, wie vielfältig das Element Wasser die Bergwelt prägt – mal als klarer Bach, mal als mächtiger Wasserfall, als Gletscherwasser oder als wilder Gebirgsfluss. So entwickelte sich die Tour zu einem abwechslungsreichen Naturerlebnis mit Bewegung, Spannung und großartigen Ausblicken. Der Grawa-Wasserfall ist das herausragende Schaustück unter den Wasserfällen im Stubaital. Er ist der breiteste Wasserfall der Ostalpen (Naturdenkmal). Letztlich erreichte die Truppe eine der urigsten Almen der Region, die Sulzenaualm. Sie war leider nicht bewirtschaftet, im Selbstbedienungsbereich konnte man aber kühle Getränke sowie frisch zubereitete Jausenbrote und Kuchen entnehmen. Die Sulzenaualm befindet sich in einem wunderschönen Tal, entlang welchem sich der Gletscherbach schlängelt. Von der Alm aus hat man eine idyllische Aussicht auf den Sulzenauwasserfall und die Sulzenauhütte (auf 2.100 m Höhe).
Nach ca. einer Stunde Aufenthalt trat die Gruppe wieder den Rückweg an. Da ein Abstieg auf derselben Route bei Nässe – laut Beschilderung – nicht zu empfehlen ist, musste eine alternative Strecke gewählt werden.
Nach dem anstrengenden Tag freuten sich die TT-Freunde auf Sauna und Whirlpool in der Visionshütte bzw. auf das Abendessen: Lasagne vorweg frischer Salat.
Der dritte Tag führte die Tischtennis-Freunde hinauf ins Gebiet Rangger Köpfl. Mit der Bergbahn Oberperfuss schwebte die Gruppe zunächst bequem in die Höhe, bevor von der Bergstation aus die Wanderung zur Rosskogelhütte begann. Auf 1.778 Metern Höhe eröffnete sich ein weiter Panoramablick auf Innsbruck, dass Inntal und das Tiroler Unterland. Nach dem Aufstieg war die Rast auf der Sonnenterrasse der Hütte hochwillkommen. Bei einer Stärkung blieb Zeit, die Aussicht zu genießen und neue Kräfte für den Rückweg zu sammeln. Bevor es mit der Gondel entspannt zurück ins Tal ging, wurde noch kurz auf der Gössersalm verweilt. In der Unterkunft angekommen freuten sich alle auf das Abendessen (Gulasch mit Knödel und Rotkraut).
Auch der vierte Tag stand im Zeichen der Bewegung in der Tiroler Bergwelt. Ausgangspunkt war Mutters, von wo aus die Bergbahn die Gruppe hinauf zur Bergstation auf 1.620 m brachte.
Die Mutteralmbahn ist einer der beliebtesten Mountainbike-Hotspots der Region. Die TT-Freunde beobachteten eine Weile die Mountainbiker bevor es weiter ging zur Kreither Alm. Die Einkehr dort kam genau richtig, bot Gelegenheit, sich zu stärken und die ruhige Atmosphäre der Alm zu genießen. Der Rückweg verlief über dieselbe Strecke zurück zur Bergstation. Mit ca. 130 Höhenmetern, meist durch Waldgebiet, war die Tour gut zu bewältigen. Gleichzeitig bot sie noch einmal Gelegenheit, die Tiroler Bergwelt in Ruhe zu genießen und den gemeinsamen Ausflug ausklingen zu lassen. Nach der Rückfahrt zur Unterkunft wurden wieder Vorbereitungen für das Abendessen (Pizza) getroffen.
Am 15. Juni hieß es schon wieder Abschied nehmen. Auf der Heimfahrt legten die TT-Freunde noch eine kurze Pause ein, bei der die letzten Vorräte verzehrt wurden. Zurück blieben viele schöne Eindrücke, gesellige Stunden und abwechslungsreiche Tage in Tirol, die den Teilnehmern sicher in guter Erinnerung bleiben werden.

Text und Bild: Walter Fromkorth